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News des Tages

Wenn der Schuh drückt


Neue Schuhe sollten gründlich eingetragen werden, um bei Belastung Blasen zu vermeiden.

Ob nach einer langen Wanderung oder einem ausgiebigem Shoppingtrip – Blasen entstehen schnell und sind oft schmerzhaft. Das sind die besten Tipps, um Blasen vorzubeugen oder sie schnell wieder zum Abheilen zu bringen. Wie entstehen Blasen? Unsere Haut ist aus verschiedenen Schichten aufgebaut, die elastisch und verschiebbar sind. Die oberste Schicht bildet die Epidermis, darunter folgen die Dermis und die Subkutis. Druck oder Reibung von außen lassen zwischen den Schichten Hohlräume entstehen, die sich dann mit Gewebeflüssigkeit füllen. Wie sehr eine Blase schmerzt, hängt dabei von ihrer Tiefe ab. Generell gilt: Je länger und stärker die mechanischen Kräfte auf die Haut einwirken, desto tiefer die Blase und desto länger dauert die Heilung. Blasen effektiv vorbeugen Oft helfen aber schon ein paar einfache Tipps, damit Blasen überhaupt nicht entstehen. Bewährt hat sich:

Blasen lieber nicht aufstechen Schon entstandene Blasen sollten besser nicht selbstständig aufgestochen werden, weil das Infektionsrisiko dann hoch ist. Kleinere, kaum schmerzende Blasen werden daher besser nur mit einem Blasenpflaster abgedeckt. Diese polstern die betroffene Stelle, schützen so vor zusätzlichem Druck, fördern die Wundheilung und lindern den Schmerz. Wichtig ist, dass die Pflaster erst entfernt werden, wenn sie sich von selbst lösen. Andernfalls ist das Risiko hoch, die neugebildete Haut darunter wieder zu verletzen. Nur wenn eine Blase sehr stark schmerzt, ist es nötig, sie zu eröffnen, um die Wundflüssigkeit ableiten. So wird der unangenehme Druck von der betroffenen Stelle genommen und der Abheilungsprozess beschleunigt. Um Infektionen zu vermeiden, sollte man zuvor die richtigen Bedingungen schaffen, also den Hautbereich gründlich säubern und mit einer sterilen Nadel arbeiten. Im Zweifelsfall überlässt man die Blase aber lieber einer medizinischen Fachkraft. Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung, Ausgabe Nr. 24

Christina Winzig


News des Tages

Wie Limonade Zahnschmelz zerstört


Einmal zerstörter Zahnschmelz kann nicht wieder nachgebildet werden.

Als härteste Substanz des Körpers schützt Zahnschmelz unsere Zähne vor äußeren Einflüssen. Auf seinen Schutz sollte man besonderen Wert legen: Denn ist er einmal zerstört, kann er nicht wieder nachgebildet werden. Säuren greifen Zahnschmelz an Zahnschmelz ist die äußerste Schicht der Zähne. Er besteht hauptsächlich aus dem kristallinen Mineral Hydroxylappatit, das aus Calciumkationen, Phosphatanionen und Hydroxygruppen zusammengesetzt ist. Obwohl Zahnschmelz die härteste Substanz des Körpers ist, können Säuren Calcium- und Phosphat-Ionen aus dem Zahnschmelz herauslösen. Dieser wird dadurch weicher und verschwindet mit der Zeit komplett – Zahnärzte sprechen dann von Zahnerosionen.
Am häufigsten entstehen Zahnerosionen durch einen andauernden Konsum von sauren Getränken wie Limonaden oder unverdünnten Fruchtsäften. Doch auch aufsteigende Magensäure z. B. bei übermäßigem Erbrechen kann den Zahnschmelz schädigen.
Betroffene merken davon zunächst nichts. Erst wenn die Erosionen bis ins Zahninnere reichen, reagieren die Zähne schmerzhaft auf kalte oder warme Speisen. Wie Zahnerosionen vorbeugen? Das wichtigste Mittel zum Schutz der Zähne ist der Speichel: Er schafft eine annähernd pH-neutrale Umgebung und ist reich an Calcium- und Phosphat-Ionen. Der Speichelfluss wird bereits dann angeregt, wenn man die Speisen sieht oder riecht, insbesondere aber wenn man kaut. Um Zahnerosionen vorzubeugen, empfehlen Experten deshalb auch das Kauen von zuckerfreien Kaugummis.
Sind bereits Zahnerosionen vorhanden, sollte man zumindest den noch vorhandenen Zahnschmelz schützen. Betroffene sollten ihre Ernährungsgewohnheiten ändern und ihre Zähne mit einer weichen Zahnbürste und fluoridhaltiger Zahncreme putzen. Außerdem spielt die Therapie von Erkrankungen eine wichtige Rolle. Kommt es z. B. durch eine Schwangerschaft dennoch immer wieder zu Erbrechen, sollte der Mund zunächst nur mit Wasser gespült werden – das Putzen der Zähne direkt nach Säurekontakt schädigt den Zahnschmelz zusätzlich. Quelle: PTA heute, Praxiswissen für die Apotheke, Ausgabe 9/2019

Rita Wenczel


News des Tages

Was lieber geheim bleibt


Mundgeruch und andere Gerüche sind Patienten besonders peinlich.

Von Achselschweiß bis Zahnfäule gibt es eine ganze Menge körperlicher Beschwerden, über die Patienten nicht gerne reden. Für welche Krankheiten sich Männer und Frauen besonders schämen, wurde jetzt in einer diskreten Online-Befragung herausgefunden. Schamhaft beim Arzt und beim Partner 1502 Männer und Frauen beteiligten sich an der Internet-Befragung der Online Praxis Zava zu schamhaft besetzten Themen. Dabei kam heraus, dass für 44% der Frauen und 36% der Männer bestimmte Beschwerden zu peinlich sind, um darüber persönlich mit ihrem Arzt zu sprechen. Ähnlich sieht es im Privatbereich aus: 43% der Frauen und 32% der Männer lassen peinliche Themen auch ihrem Partner gegenüber lieber außen vor. Gerüche besonders unangenehm Doch wobei sind die Deutschen nun besonders schamhaft? Um das zu beantworten, sollten die Befragten aus einer Liste verschiedener Beschwerden und Erkrankungen diejenigen auswählen, über die sie besonders ungern sprachen. Die 10 peinlichsten Beschwerden rangierten in dieser Studie wie folgt:

Angst vor Verurteilung steckt tief Häufig steckt hinter dem Schamgefühl die Angst, von anderen wegen mangelnder Körperhygiene verurteilt zu werden. Nicht berücksichtigt würde dabei von den Patienten, dass diesen Beschwerden auch andere Ursache zugrunde liegen könnten, betont Beverly Kugler, Ärztliche Leiterin der Online-Praxis. Die Angst der Betroffenen ist zwar übertrieben, aber nicht völlig unbegründet. Laut einer früheren Umfrage der Online-Praxis hatten 45% der Patienten Angst vor Verurteilung, tatsächlich erlebt hatten dies immerhin 27%. Ärzte und Apotheker sind für Peinlichkeiten da "Egal, ob Achselschweiß oder Akne, Parodontose oder Pilzinfektionen, Betroffene sollten sich nicht scheuen, medizinischen Rat zu suchen. Für Ärzte oder Apotheker ist es selbstverständlich, über gesundheitliche Probleme zu sprechen - genau dafür sind sie da. Es ist wichtig, Beschwerden von einem Experten abklären zu lassen", rät die Ärztin Beverley Kugler. Quelle: Presseportal

Dr. med. Sonja Kempinski


News des Tages

Je intensiver, desto riskanter


O-Beine bei erwachsenen Kickern haben ihren Ursprung oft in der Jugend.

Macht Fußballspielen O-Beine? Beim Anblick der vielen krummbeinigen Spieler, die sich in Bundesliga oder Champions League so auf dem Rasen tummeln, könnte man das durchaus glauben. Ob es wirklich stimmt, haben jetzt Sportmediziner in einer neuen Studie untersucht. 2600 Beine lügen nicht Der Schein trügt nicht – Fußballspieler haben tatsächlich besonders häufig O-Beine. Doch noch immer wird darüber gestritten, was dabei Henne und was Ei ist: Macht der beliebte Rasensport aus geraden Knabenbeinen O-Beine oder landen o-beinige Jungs häufiger beim Fußball, weil sie damit besser dribbeln können? Forscher von der LMU München wollten das jetzt genau wissen und untersuchten die Daten von über 1300 jungen, männlichen Leistungs-Fußballern und einer gleich großen Kontrollgruppe. Das Ergebnis: Intensives Fußballtraining in der Jugend erhöht das Risiko für O-Beinen signifikant. Empfindliche Wachstumsfugen Eine Ursache für O-Beine sind kleine und kleinste Verletzungen im Bereich des Schienbeinkopfes, und zwar dort, wo die Wachstumsfuge liegt. In diesem Bereich findet bis zum Ende der Pubertät das Längenwachstum der Knochen statt. Bei Jungen verknöchern die Wachstumsfugen etwa im 16. Lebensjahr, bei Mädchen früher. Kommt es nun durch intensive Kontaktsportart wie Fußballspielen immer wieder zu kleinen, unbemerkten Verletzungen im Bereich der offenen Wachstumsfugen, kann ein fehlerhaftes Wachstum des betroffenen Knochens resultieren. Im Falle des Schienenbeins kommt es zum Beispiel zu O-Beinen, berichtet der Orthopäde und Unfallchirurg Dr. Florian Wolf von der LMU München. Auf die Intensität kommt´s an Dass leistungsorientierter, sehr intensiver Fußball bei Heranwachsenden das Risiko für O-Beine erhöht, haben auch andere Studien nachgewiesen. Als Auslöser werden neben den Mikrotraumen im Wachstumsfugenbereich auch noch andere Faktoren wie mechanische Belastungen durch schnelle Richtungswechsel diskutiert. Auf den gemäßigten Breitensport möchten die Sportmediziner die Ergebnisse jedoch nicht übertragen. Freizeitsport fördert die Entwicklung Heranwachsender, betonen die Studienautoren. Sinnvoll ist aber in jedem Fall, beim Fußballtraining die Kniegelenksstabilität durch passende Übungen zu stärken und etwaige O-Beine und Knieschmerzen vom Sportmediziner abklären und wenn nötig behandeln zu lassen. Quelle: IDW 

Dr. med. Sonja Kempinski


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Ursachen abklären und behandeln


Durchfall ist die typischste Erkrankung bei Reisen in ferne Länder.

Etwa jeden dritten Fernreisenden erwischt es früher oder später: Reisedurchfall. Was Sie über die unangenehme Erkrankung wissen müssen. Behandlung des Durchfalls schwierig Reisedurchfall ist die häufigste Erkrankung bei Fernreisenden. Die Ursache ist aber nicht immer eindeutig: „Es ist wichtig abzugrenzen, ob ein Durchfall durch eine Infektion im Reiseland verursacht wurde oder nur zufällig während der Reise auftritt“, bemerkt Dr. Thomas Weinke, Chefarzt für Gastroenterologie und Infektiologie am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam. In der Regel halten die Symptome 2 bis 4 Tage an. Ist auch nach 10 bis 14 Tagen noch keine Besserung in Sicht oder tritt der Durchfall erst nach der Rückkehr ins Heimatland auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um eine mögliche Infektion abzuklären. Im Falle einer Selbstmedikation können Motilitätshemmer wie Loperamid die Arbeit des Darms reduzieren – der Durchfall wird dadurch jedoch nicht gestoppt. Ihr Einsatz sei zudem nicht sinnvoll, wenn zum Durchfall Fieber oder kolikartige Bauchschmerzen auftreten, warnt Dr. Weinke. Elektrolytlösungen gleichen Verluste aus Während rezeptpflichtige Schmerzmittel oder Paracetamol Linderung versprechen, seien rezeptfreie Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie Ibuprofen, Acetylsalicylsäure oder Diclofenac nicht empfehlenswert. Das gleiche gelte für alternative Mittel mit medizinischer Kohle, Pektinen oder Tanninen. Hier fehle es an wissenschaftlichen Daten, betont der Mediziner Warnke. Auch Antibiotika seien nicht immer hilfreich und sollten möglichst kurz eingesetzt werden, da Durchfall stattdessen oft durch Viren oder andere Mikroorganismen übertragen wird. Um einem Verlust an Flüssigkeit und Mineralstoffen vorzubeugen, empfehlen sich Elektrolytlösungen unter anderem mit Salzen und Traubenzucker. Diese sind in jeder Apotheke erhältlich. Quelle: ABDA

Leonard Olberts


News des Tages

Trendsport auch für Ältere


Wandern im Alter ist ein Fitness-Trend, der sich lohnt.

Wandern ist Trend: Fast jeder Zweite begibt sich hierzulande regelmäßig in die „Wildnis“. Gerade für ältere Menschen ist Wandern die perfekte Freizeitaktivität. Was sie vor der Wandertour wissen müssen. Einfach mal tief durchatmen „Kaum etwas eignet sich so gut zum Abschalten und Auftanken wie eine Wanderung“, findet Klaus Möhlendick, Diplom-Sportwissenschaftler von der Barmer. „An der frischen Luft, am besten in Gesellschaft, fällt es leicht, einfach mal durchzuatmen. Und das gleich im doppelten Sinn, denn durch die körperliche Aktivität weitet sich einerseits die Lunge, andererseits kommt auch der Geist zur Ruhe und wir können Stress abbauen.“ Vielfältige positive Effekte für den Körper Die positiven Effekte sind vielfältig: So stärkt Wandern das Immunsystem, bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung und senkt den Blutdruck. „Besonders im Alter wirkt sich die Bewegung positiv aus. Sie wirkt stabilisierend auf Knochen, Gelenke, Sehnen und Bänder an Armen und Beinen, und auch die Haltemuskulatur an der Wirbelsäule und den Gelenken wird gestärkt. Durch die Bewegung kann sogar Osteoporose vorgebeugt werden, und die verbesserte Koordination trägt zur Sturzprofilaxe bei“, erklärt Möhlendick. Wandertour sollte gut vorbereitet sein Zwar lässt sich Wandern ganz auf die individuelle Fitness abstimmen, doch gerade Senioren sollten sich auf die geplante Tour gut vorbereiten. „Egal ob im Urlaub oder vor der eigenen Haustür, die Route sollte weder zu lang, noch zu anstrengend sein.“, rät der Experte. „Am besten informiert man sich vorab, etwa anhand eines Wanderführers, über die geografischen Gegebenheiten und über Möglichkeiten, Pausen einzulegen. Auch das Tempo ist ein wichtiger Faktor, denn erfahrungsgemäß brauchen untrainierte Wanderer zusätzlich noch einmal ungefähr die Hälfte der Zeit, die für die jeweilige Wanderung offiziell angegeben ist.“ Das gehört in den Rucksack: ? Bequeme, wetterfeste Kleidung
? Ausreichende Menge zu trinken (mindestens 2 Liter pro Person und Tag)
? Wanderkarte, eventuell Kompass und Taschenlampe
? Aufgeladenes Handy für Notfälle
? Erste-Hilfe-Ausrüstung Quelle: Barmer

Leonard Olberts


News des Tages

Schutz oder nur Modeaccessoire?


Wer seine Augen schützen möchte, sucht sich am besten eine Sonnenbrille beim Fachhändler.

Mit Sommerbeginn suchen viele nach einer modischen Sonnenbrille für das perfekte Outfit. Doch eine gute Sonnenbrille ist weit mehr als nur ein Modeaccessoire: Sie schützt die Augen und vermindert das Risiko für bestimmte Augenerkrankungen. Augen vor UV-Strahlung schützen Hitzewellen und Sonnenstunden bringen neben Sommergefühlen auch Gefahren mit sich: Die Sonnenstrahlung erhöht nicht nur das Hautkrebs-Risiko, sie begünstigt auch Augenerkrankungen wie den grauen Star oder die Makuladegeneration. Andreas Stahl, Experte der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) rät daher, die Augen mit einer Sonnenbrille mit ausreichend hohem UV-Filter zu schützen: „Eine gute Brille sollte die kurzwellige UV-Strahlung bis zu 400 Nanometer fast vollständig absorbieren.“ Auf „CE-Zeichen“ achten Was viele nicht wissen: Der Blendenschutz, also die Tönung der Sonnenbrille hat mit dem UV-Schutz nichts zu tun. Klarheit bringt das „CE-Zeichen“ und das Kennzeichen „UV-Schutz 400“. Das "CE-Zeichen" sagt aus, dass die Sonnenbrille den EU-Vorgaben entspricht und UV-Schutz für Licht bis zu einer Wellenlänge von 380 Nanometer bietet – ein Prüfsiegel dafür gibt es allerdings nicht.
Experten raten daher die Sonnenbrille in einem Fachgeschäft zu kaufen, denn Billiggläser ohne UV-Schutz können das Auge sogar schädigen: Durch die dunklen Gläser öffnen sich die Pupillen weiter als ohne Sonnenbrille – und mehr UV-Strahlen dringen bis zur Netzhaut durch.
Außerdem kann das Design der Brille den Schutz optimieren: Eine große Brille mit breiten Bügeln lässt auch seitlich oder von oben nur wenige Sonnenstrahlen durch. Autofahrer sollten zudem auf die Farbe der Gläser achten. Gelbe, orange und rote Gläser verfälschen die Farben von Ampeln und Verkehrszeichen und sind für das Autofahren ungeeignet. Quelle: Deutsches Ärzteblatt

Rita Wenczel